2021




   
Ende Februar

Da hörten wir abends dauernd so ein Kratzen auf dem Balkon und haben uns gewundert was denn die Nachbarn da so treiben - aber als ich dann mal nach draussen ging sah ich dass ein kleiner Flughund die unglückliche Entscheidung getroffen hatte auf unserem Balkon zu landen. Diese Tiere können nicht vom Boden aus losfliegen, und ausserdem besteht eine geringe Gefahr dass sie Lyssa-Viren übertragen, daher haben wir den Wildtier-Rettungsdienst rufen müssen.
Eine nette Dame kam dann auch kurze Zeit später und hat den Flughund ohne Probleme von der Klimaanlage eingesammelt. Das kleine Ding war sehr kooperativ, hat sich anstandslos untersuchen und einwickeln lassen, und hat dann zufrieden die Zuckerlösung genascht die ihr angeboten wurde.



Anschließend wurde sie in die Transportbox gesetzt (oder vielmehr gehängt) und bei einer Flughund-Kolonie in der Nähe erfolgreich wieder ausgesetzt.
Offenbar kommt es in Melbourne rund zweimal täglich vor dass ein Flughund auf irgendeinem Balkon landet und nicht wieder wegkommt - allzu clever scheinen diese Tiere also nicht unbedingt zu sein.





 

   
Februar

Die Covid-Restriktionen sind nun schon so weit zurückgefahren dass es wieder Festivals und Events geben kann, mit Begrenzung der Anzahl von Leuten pro Event-Fläche und Abstand halten immerhin. Bei uns um die Ecke gab es ein japanisches Festival mit Darbietungen von Tanz und Musik, und auch ein Bier-Festival gab es in der City - da musste ich natürlich hin.



Dann aber gab es auch Mitte Februar wieder 5 Tage spontanen, harten Lockdown, als es so schien als wäre das Virus aus einem der Quarantäne-Hotels nach draussen gelangt.
Da sahen dann die Strassen an einem normalen Wochenend-Nachmittag wieder sehr verlassen aus. Aber immerhin haben wir ja nun schon Erfahrung damit es uns zuhause mit leckerem Essen und Getränken gemütlich zu machen!



Zum Glück sind die Behörden in der Lage gewesen innerhalb dieser 5 Tage die Situation unter Kontrolle zu bekommen, so dass es danach wieder zurück zu den entspannten Restriktionen ging.



 

   
Ende Januar

Über das lange Australia Day Wochenende war schönes Wetter angekündigt, aber leider waren alle Campingplätze in der Umgebung schon ausgebucht. Daher haben alternativ einen Tagesausflug an die Great Ocean Road gemacht und sind am Cumberland River hochgewandert zu ein paar schönen natürlichen Felsen-Pools. Dann sind wir kurz ins Meer gehüpft, das war jedoch recht frisch und auch die Strömung war sehr stark so dass wir nicht weit reingegangen sind. Mit einer traditionellen Stärkung
im Aires Inlet Pub haben wir den Ausflug ausklingen lassen.




 
   
Anfang Januar

Die erste Januarwoche hatte ich noch frei. Aus dem geplanten Trip nach South Australia in die Flinders Ranges wurde aber nichts, da zum einen der zuschaltbare Allradantrieb meines Autos gerade kaputt war, und wegen der aktuellen Coronalage eine Einreise nach South Australia für mich ohnehin nicht möglich war.
Ich habe dann spontan umgeplant und den Westen Victorias erkundet, und dabei Strecken herausgesucht für die kein Allradantrieb erforderlich war.
Somit habe ich dann ein paar Sehenswürdigkeiten abgeklappert die seit längerem auf meiner erweiterten Liste standen, ein paar Wanderungen gemacht, die eine oder andere Kleinbrauerei besucht, und mir viel Zeit für die Vogelbeobachtung genommen.

Die ersten 3 Tage war das Wetter leider sehr mäßig. Grauer Himmel, öfter mal ein Nieselregen, und abends bei 15°C und Nieselregen vorm Zelt zu sitzen macht nicht wirklich Spaß. Ganz zu schweigen von nachts 12°C. Zum Glück war der Schlafsack warm genug.

Anstelle irgendwo im Regen rumzulaufen habe ich dann auch lieber ein Automuseum in Hamilton besucht.
Die Nigretta Falls waren auch ganz in der Nähe.

Abends auf dem Campingplatz gab es ein paar willkommene Gäste, aber auch weniger willkommene...


Das Peter Francis Point Arboretum in Coleraine war sehr schön, und ausser Dutzenden verschiedenen Eukalyptus-Bäumen gab es auch Kängurus und viele Vögel zu sehen.







Dieser Baum ist der angeblich größte Red-Gum Eukalyptus-Baum der Welt, und geschätzt 800 Jahre alt.

Bailey's Rocks ist eine Ansammlung von Granit-Felskugeln, mit einem schönen Campingplatz direkt daneben.



Die Byanduk-Höhlen - hier floss vor 8000 Jahren Lava entlang, wobei die Lava nach aussen erstarrte und innen noch weiterfloss und so später dann Höhlen entstanden sind. Diese sind dann mit der Zeit eingestürzt.


Nach einer lauschigen Nacht am Flussufer bin ich dann Richtung Norden gefahren um nach Horsham und später in den Little Desert Nationalpark zu kommen.

Unterwegs habe ich mir am Westrand der Grampians noch zwei alte Lagerplätze der Aboriginals mit alten Felszeichnungen angeschaut.


Endlich besserte sich dann das Wetter, so dass ich die letzten zwei Tage bei sonnigem, warmem Wetter wandern und ca
mpen konnte.


Nach einer Nacht auf dem Kiana Campground im Little Desert Nationalpark habe ich dann die Reise im Wyperfeld-Nationalpark ausklingen lassen, und von dort aus ging es dann wieder zurück nach Hause.